Posted by Rainer

Was noch bleibt, ist die Montage aller abgebauten Teile. Die Hallspirale war ja die ganze Zeit drin und hat gelegentlich scheppernd protestiert, wenn ich das Gehäuse umgelegt habe. Die Ecken, der eigentliche Verstärker und der Speaker müssen wieder rein. Der Speaker ist ein Jensen Neo, der den originalen EV12 L ersetzt und den Amp damit satte 5 Kilo leichter macht. Kein Wunder, dass das Gehäuse geplatzt ist – mit dem EV brauchte man einen Gabelstapler, um den Amp zu bewegen.

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Das sieht so schon ziemlich gut aus. Aber die Frontbespannung fehlt noch. Der alte Frontrahmen passt jetzt nicht mehr, weil das neue Tolex etwas dicker ist als das alte – und ich mag ihn auch nicht wirklich leiden. Ausserdem habe ich hier ein schickes Material liegen, das ich gern verwenden möchte. Dafür muss ein neuer Rahmen her, den ich aus ein paar Fichtenleisten selbst baue. Die Leisten werden zugeschnitten, verdübelt und verleimt. Während des Trockenen halte ich das Ganze mit Spanngurten zusammen.

Man sieht schon, dass ich etwas Holz wegraspeln musste. Beim Kitty Hawk-Gehäuse werden die Speaker von vorn eingesetzt, tragen also etwas auf (beim EV sogar ganz mächtig). Dafür musste ich etwas Platz schaffen, was ziemlich schweisstreibend war. Gottseidank ist es nur Fichte und nicht Eiche.

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(entschuldigt die Schleichwerbung!)

Wenn der Leim getrocknet ist, wird alles wieder mit Lacklasur übergepönt. Und hier sieht man auch schon, was dann drüber kommt – leckeres Korbgeflecht nach Boogie-Mode anno 1976:

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An dieser Stelle muss ich dafür Abbitte leisten, dass ich das Fotografieren vernachlässigt habe. Erstens wollte ich fertig werde und zweitens hat das Arbeiten mit dem Korbgeflecht einfach Spass gemacht. Ich habe schon ein paar Frontbespannungen gemacht, aber keine davon war so einfach. Der Trick ist, das Geflecht erst mal heiss abzuduschen. Dadurch wird es weich und lässt sich hervorragend umbiegen und anpassen. Dann wird es einfach festgetackert und überstehende Reste abgeschnitten. Zum Schluss geht man kurz mit dem Föhn drüber. Beim Trocken zieht sich das Material wieder zusammen und wird absolut stramm und glatt.

Und so sieht’s dann am Ende aus:

Kitty Hawk

Kitty Hawk 2

Ist das nicht absolut sexy?

Jetzt sieht er endlich so aus, wie er klingt. Ich kann mich im Moment kaum dran sattsehen  -  und habe leider als Folgeinvestition ein Flightcase zu beschaffen, damit der Look eine Weile anhält…….


One Response to Kittys neues Kleid – Teil 4: ready to rumble!

  1. Armin Hero says:

    Moin Rainer,

    schöner Umbau, sieht ja schwer nach Boogie Mark I aus. Beim Renegade brauch´ ich zum Glück noch nichts verändern, aber ich kann ja auch nix in Originalzustand lassen und muß überall rumbasteln. Unbekannterweise auch Grüße an den Rest der Truppe,
    aus Bärlin-Kreuzberg, Armin
    PS: Gruß an Alex, bin ja mal gespannt, wenn der Kleine da ist.

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