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Das Recording-Projekt - die Hardware
Von Rainer | 27.Mai 2010
Ich erinnere mich ungern daran, was für ein Aufstand es früher war, wenn eine Band “ein Demo aufnehmen” wollte. Das mindeste, was man dafür braucht, ist ein Mischpult, ein Tonträger mit mindestens 8 Spuren (kann jemand noch was mit dem Begriff “Tonbandmaschine mit Hinterbandkontrolle” anfangen??) und ein Effektgerät. Von “alles zusammenleihen und im Übungsraum aufnehmen” über “mein Freund hat alles, wir können da im Keller…” und “ich kenn einen, der hat ein eigenes Studio, da können wir das machen” bis hin zu professionellen Studios mit entsprechender Bezahlung habe ich schon alles mitgemacht. Mit mal mehr, mal weniger guten Ergebnissen….aber immer mit Stress!
Entweder verheddert man sich im Kabelverhau oder die Zeit ist zu knapp bemessen oder der Freund hat leider keine Zeit für den Mix, weswegen man 6 Monate auf das Ergebnis wartet oder es wird weit teurer als erwartet, weil man zwei Tage ranhängen muss - oder der worst case: die Festplatte ist abgestürzt und alle Aufnahmen sind perdü…. alles schon erlebt.
Heutzutage braucht man für’s Aufnehmen von Musik kaum mehr als einen Computer und ein Mikro. Tonstudios sind weniger geworden, die Musiker sind weitgehend autark. Böse Zungen sagen: dementsprechend klingt’s auch. Dennoch profitieren wir von der Entwicklung. Wir sind autark. Man kommt mit wenigen Mitteln relativ weit und hat letzlich selbst in der Hand, wie das Endergebnis klingt.
Wie wenig Mittel - ausserhalb unserer Instrumente - wir beim Aufnehmen einsetzen werden, sieht man hier:
Das ist ein Blick auf meinen - dauerhaft provisorischen - Schreibtisch im Musikzimmer.
Zentral als “Bandmaschine” ist natürlich mein iMac, der mit dem Recordingprogramm Garageband ausgerüstet ist. Alle wesentlichen Effekte, die man braucht, sind programmseitig auch drin. Hier landen die aufgenommenen Spuren als Dateien und werden abgemischt.
Darunter steht ein Phonic-Mischer mit 16 Kanälen, der per Firewire mit dem Mac verbunden ist und beim Aufnehmen in erster Linie das Interface darstellt. Ein weiteres USB-Interface, aber nur einkanalig, ist der kleine schwarze Kasten rechts: Line 6 Toneport. Links neben dem iMac ein kleines Mischpult, um die Monitore anzusteuern: zwei preiswerte ESI nEar05 mit einem zusätzlichen Subwoofer. That’s it. Ach nein, das Wichtigste darf ich nicht vergessen: ein grosser Becher Kaffee….
Wenn wir aufnehmen, wird der Imac und das Mischpult unter den Arm geklemmt und ab in den Übungsraum damit. Hier am Schreibtisch wird danach abgemischt.
Jedes Demo, das ich in der Vergangenheit gemacht habe, ist unter anderen Umständen entstanden, Routine oder Wiederholung gab’s nie. Und auch dieses Vorhaben ist eine Premiere, sowohl technisch als auch vom Ablauf her. Sonst wär’s ja auch langweilig……
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