Moinmoin!
Das Wochenende in Burg und Eutin war mal wieder ein Beispiel dafür, wie flexibel man als Musiker manchmal sein muss: Jeder Gig ist anders. Beide Locations hatten aber eine Gemeinsamkeit, denn beide waren mal Arbeitsstätten, in denen mit der Hand Lebensmittel hergestellt wurden, und die nun in anderer Weise, nämlich mit Live-Musik, die Nachbarschaft ernähren.
Die Alte Räucherei in Burg war faszinierend, weil dort einen engagierte Kleinstadt-Gemeinschaft ein kleines Kulturzentrum aufgebaut hat und mit uns zum ersten Mal eine Rock-Band zu Gast hatte. Nun ist in Dithmarschen generell alles anders – Stefan hat da schon auf der Hinfahrt seine Erfahrungen mit dem Fährmann gemacht – aber das war doch sehr speziell: wir waren auf ein typisches Rockkonzert vorbereitet, mit Einlass ab 20:00 Uhr, bei dem die Gäste erst kurz vor 9 eintrudeln und man dann gemütlich gegen 21:15 beginnt. Wir trafen aber auf einen satt bestuhlten Raum, der sich ab 19:00 Uhr zu füllen begann (zu dem Zeitpunkt haben wir noch Kabel auf der Bühne gezogen) und stellten dann fest, daß man unseren Auftritt schon um 20:00 erwartete. Au Backe!
Ergebnis war einer der schnellsten Aufbauten aller Zeiten und der vermutlich kürzeste Soundcheck….vor dem gesamten Publikum, das uns dabei erwartungsvoll beobachtete. Wir mussten auch erst mal damit umgehen, daß viele in dem Publikum nochmal deutlich älter waren als wir….und das will etwas heissen. Nach anfänglichen Anfragen in Richtung “Geht das auch leiser?” wurden wir aber schnell warm miteinander und es passierte etwas, das wir von diesen gesetzten Damen und Herren, die sich für den Abend fein gemacht hatten und jetzt brav vor uns saßen, überhaupt nicht erwartet hatten: die gingen tatsächlich begeistert mit und der Gig wurde zur Party. Viel Applaus, großer Zuspruch, nette Veranstalter – Burg, wir kommen gern wieder.
Am Tag drauf, in der Alten Mühle in Eutin, ein anderes Bild: gemütliche Atmosphäre, viel Zeit zum Aufbau, erstklassiges Catering (!) und ein Publikum, das uns schon eher vertraut vorkam. Ein besonderes Bonbon waren die Videos, die Klaus nebenbei gedreht hat und vor allem: wir hatten Stefan Thiessen, einen alten Weggefährten und guten Freund von Alex bei einer Handvoll Nummern als Gastmusiker auf der Bühne, was uns allen extrem Spaß gemacht hat. Auch in Eutin werden wir uns wieder blicken lassen – der Termin ist für’s nächste Jahr schon vereinbart.
Mit dem Videomaterial bleibt es natürlich nicht aus, daß wir einen Youtube-Kanal brauchen. Hier ist er!
Peter Koch, der die Videos aufgenommen hat ( Vielen Dank dafür noch einmal! ) hat ebenfalls einige Videos hochgeladen.
Hier ein Klassiker aus unserem Programm: